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Parodontitis­behandlung - Eine unterschätzte Volkskrankheit

Parodontitisbehandlung

Was ist eine Paradontitis?

Hierbei handelt es sich um eine unterschätzte Volkskrankheit, unter die ca. 73% der deutschen Bevölkerung, im Alter zwischen 35 bis 44 Jahren, leidet. Zunächst ist das Zahnfleisch entzündet, woraufhin sich das Gewebe rund um den Zahn, das Parodontium, chronisch entzündet.

Das Parodontium verankert die Zähne im Kieferknochen elastisch und nimmt Druck- und Zugbelastungen des Zahnes auf. Es stellt dabei eine wichtige Barriere zu unserer Umwelt dar – es schützt vor Infektionen. Bei einer Parodontits verschwindet diese Barriere und Bakterien können ungehemmt in den Körper eindringen und andere Organe schädigen! Das wollen Sie und wir verhindern!

Was ist der Auslöser einer Parodontitis?

Der Hauptauslöser einer Parodontitis ist zunächst harmlos anmutender Zahnbelag.

Hintergrund: In der gesunden Mundhöhle leben mehr als 700 Bakterienarten, die überwiegend nützlich sind. Viele dieser Bakterien siedeln sich gerne an diesem Belag, dem Plaque, an. Der befindet sich meist am Zahnfleischrand sowie an Zahnzwischenräumen und schwer zugänglichen Stellen.

Bakterielle Beläge sind Hauptauslöser der schmerzlos verlaufenden Parodontitis.
Werden diese Beläge (Plaque) in kurzer Zeit nicht gründlich entfernt, werden aus dem Speichel stammende Mineralien darin eingelagert – Zahnstein entsteht und der fördert weiteres Wachstum von Plaque.
Die darin befindlichen Bakterien sondern zudem giftige Stoffwechselprodukte in die Mundhöhle, das Zahnfleisch wird attackiert und eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) entsteht. Wird sie nicht behandelt, führt das zur Parodontitis.

Die Gifte des Bakterienstoffwechsels haben im Zahnfleisch die körpereigene Immunabwehr ausgelöst. Sowohl die Gifte als auch die Entzündungsmoleküle der Immunabwehr bauen bei anhaltender Bakterienbesiedlung den zahntragenden Faserapparat und den zahnumgebenden Knochen ab.

Welche weiteren Risikofaktoren gibt es?

Rauchen, falsche Ernährung, Dauermedikation bei bestimmten Arzneimitteln sowie Stress vergrößern das Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken.

Ist Parodontits heilbar?

Während die Zahnfleischentzündung schnell und ohne Folgen abheilen kann, ist die Parodontitis irreparabel. Verlorene Gewebe- und Knochenstrukturen können nicht wieder aufgebaut werden und es kommt zur sog. „Taschenbildung“ um den Zahn herum.

Wie kann man eine Paradontitis erkennen?

Das Zahnfleisch ist gerötet, es blutet verstärkt beim Zähneputzen, es ist geschwollen. Sollte sich trotz intensiver Zahn- und Mundpflege innerhalb kurzer Zeit keine Besserung einstellen, begeben Sie sich in zahnärztliche Behandlung!
Das Zahnfleisch geht zurück, die Zahnhälse sind empfindlich, unangenehmer Mundgeruch könnte entstehen. Möglicherweise sind einige Zähne locker, die Schweregrade der Parodontits sind unterschiedlich.

Wie wird eine Parodontitis behandelt?

Zuerst verschaffen wir Magdeburger Zahnärzte uns einen Überblick über das Ausmaß der Erkrankung. Bestehen bereits Zahnfleischtaschen, klären Röntgenaufnahmen die Schwere der Parodontitis. Daraus leiten wir Therapieempfehlungen ab, dazu gehören u.a.

  • Entfernung der Beläge auf allen erreichbaren Zahnflächen,
  • Politur vorhandener Zahnfüllungen, defekte werden erneuert
  • Politur des vorhandenen festen Zahnersatzes
  • bestehende Entzündungsprozesse werden behandelt
  • Fluoridierungsmaßnahmen bei vorhandenen Zähnen,
  • Hygienehinweise durch Fachpersonal

Die entzündlichen Bereiche werden behandelt und Risikofaktoren ermittelt wie Allgemeinerkrankungen, Einnahme von Medikamenten und Lebensumstände. Schwangere beispielsweise leiden häufiger an einer Zahnfleischentzündung.

Schließlich werden die Zähne von allen Belägen befreit, auch von denen unter dem Zahnfleischrand, z. B. in Zahnfleischtaschen, das wirkt dem Verlust von Zahnfleisch und Knochen entgegen.
Je früher die Behandlung beginnt, desto weniger umfangreich und aufwendig ist die Behandlung und je größer sind die Erfolgschancen. Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durch uns eignet sich als unterstützende Maßnahme sehr!

Da nicht alle Kosten durch die Krankenkassen getragen werden, führen wir mit unseren Patienten im Vorfeld ein Gespräch und erstellen schließlich einen Heil- und Kostenplan.

Wie kann ich eine Parodontis vorbeugen?

Regelmäßiges Zähneputzen vom Zahnfleisch hin zum Zahn, die Verwendung von Zahnseide oder auch Zahnzwischenraumbürsten helfen, Beläge zu entfernen und die Zahnzwischenräume sauber zu halten. Ein Zungenreiniger beseitigt Bakterien und Essensreste von der Zunge und der Einsatz von Fluoriden (Zahnpasta) stellt einen zusätzlichen Schutzfilm auf den Zähnen her.

Der regelmäßige Gang zum Zahnarzt ist unablässig, d.h. mindestens einmal im Jahr; bei einer aktuellen Parodontitstherapie häufiger.
Verzichten Sie aufs Rauchen, ernähren Sie sich ausgewogen und zuckerarm, wenn möglich reduzieren Sie Stress.

Welchen Zusammenhang besteht zwischen der Paradontis und anderen Erkrankungen?

Der Zusammenhang mit anderen Allgemeinerkrankungen ist bereits nachgewiesen. Sobald sich das Zahnfleisch entzündet, ist die natürliche Barriere fort und schädliche Bakterien können eindringen.
Keime können in die Blutbahn gelangen und an Organen chronisch-entzündliche Erkrankungen auslösen. Unbehandelt kann eine Parodontits ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie Diabetes mellitus sein.

Um den zu entgehen, gehen Sie regelmäßig zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung und vereinbaren Sie gleich einen Termin!